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| Die Glencadam Distillery in Brechin. |
Nach dem ebenfalls sehr guten Frühstück (an
dieser Stelle noch ein Lob an das Townhead House) ging es zur Brennerei
Glencadam, diese liegt recht idyllisch am Rande eines Parkes am StadtDorfrand.
Distillerymanager Douglas Fitchett führte mich durch die kleine, altmodische
und ziemlich unbekannte Brennerei. Auffällig war für mich, das dort die
Brennblasen so eingebaut sind, das man keine Chance hat, sie vernünftig zu
fotografieren.
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| Die versteckten Stills... |
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| Aus der Kühlung in den Brunnen, Wassermanagment bei Glencadam. |
Das Wasser für die Kühlung wird hinter dem
Brennereigebäude als Art Springbrunnen größerer Art verwendet, vom Park aus
sicher hübsch anzuschauen. Glencadam, übrigens gleicher Besitzer wie Tomintoul,
produziert zu mindestens 98 % für die Blended Whiskys, in diesem Falle häufig
für Supermarktwhiskys in Frankreich oder Spanien. Auf dem Gelände befindet sich
auch eine Halle, wo der Whisky geblended wird. Leider konnte ich nicht die
großzügig angebotenen Malts zum Ende der Führung trinken, schließlich hatte ich
heute einige Kilometer mit dem Auto vor mir. So ging es dann auch zügig weiter,
erste Station: Montrose. Hier hatte ich nichts spezielles vor, parkte kurz,
ging die Hauptstraße mal hoch, mal runter... es ist eine kleine Hafenstadt mit
Bezug auf die Ölindustrie, etwa 12.000 Einwohner und wenig sehenswertes. Bis
vor etwa 20 Jahren war Montrose die Heimat der Distillery Lochside, auch hier
steht heute ein Supermarkt. Weiter ging es an einen Strand, der in der Gegend
bei entsprechenden Wetter der Hit sein soll: Lunan Beach.
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| ...pack die Badehose... NEIN... Lunan Beach |
Das Wetter war zwar bedeutend besser als
gestern, aber... ich hatte eh keine Badehose bei..., also weiter Richtung
Arbroath, ebenfalls an der Nordseeküste gelegen, etwa doppelt so groß wie
Montrose und für mich vor allem wegen den baulichen Überresten der Arbroath
Abbey einen Stopp wert. Allzu viel ist nicht mehr von der frühgotischen Anlage
erhalten, aber was noch zu sehen ist, lässt erahnen, was hier mal für ein
Riesenteil stand, die Fotos können das nur andeuten. Wenn man bedenkt das der
gemeine Mittelaltermensch ja eher hobbitgroß war, gab das sicher Ehrfurcht. Zerstört
wurde das ganze aus verschiedenen Gründen wie Sturm, Feuer und Krieg, dann kam
die Reformation und die Abbey wurde überflüssig. Historic Scotland ist ein
Verein, der sich um die Restaurierung und Erhaltung solcher alten Denkmäler
kümmert und das wirklich sehr gründlich, dafür zahle ich auch gerne etwas.
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| ...das war mal eine richtig große Nummer in der keltisch christlichen Welt : Arbroath Abbey. |
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| ...auch in Einzelteilen noch beeindruckend... |
Nach dem Rundgang durch die Klosterruine ging
es jetzt auf die erste etwas längere Fahrt nach Dunfermline. Man braucht etwa 1,5
Stunden, man fährt über Dundee und Perth, fast alles ist so eine Art Autobahn,
die aber zeitweise von hunderten Kreiseln unterbrochen wird, das man fast einen
Drehwurm kriegt. Bei bestem Wetter kam ich dann in Dunfermline an. Das City
Hotel liegt auch wirklich genau in der City und der erste Eindruck ist sehr
positiv. Einziges Problem (bis jetzt), der W-lan Router ist tot, da muß ich
noch mal sehen, ob sich da einer kümmert.
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| Blick vom Pittencrieff Park zum Turm der City Chambers, links in der Mitte im 2.OG mein Fenster... |
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| Dunfermline Abbey |
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| ...auch schön : die gerade eröffnete Queensferry Bridge bei Edinburgh aus der Ferne.. |
Dunfermline ist mit seinen etwa 50.000
Einwohnern eine der größeren schottischen Städte. Sie liegt nördlich von
Edinburgh und war schottische Hauptstadt, bevor es Edinburgh wurde. Auch hier
gibt es eine Abbey, etwas besser erhalten als Arbroath bzw. wieder aufgebaut,
ich war heute schonmal kurz dort, richtig anschauen tue ich sie mir aber erst
morgen oder übermorgen. Den Turm kann ich vom Fenster auch sehen, genau wie den
Turm der City Chambers, ein Wahrzeichen der Stadt. Schaue ich nach rechts aus
dem Fenster, beginnt dort der Pittencrieff Park, der scheint auch nicht klein
aus... ist aber auch auf dem Erforschungsplan der nächsten Tage. Abends gab es
noch Steak und Bier, da ich aber um kurz nach 9 schon wieder im Hotelzimmer bin
(und auch noch ohne w-lan)... denk ich manchmal dran... ob ich nicht doch älter
werde... Morgen stehen wiederum alte Gesteinsreste und 3 x neue
Whiskymanufakturen auf dem Plan...
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