TAG 4 : In The Kingdom Of Fife
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| Loch Leven - Kingdom of Fife |
Das Kingdom of Fife ist eine ehemalige schottische
Region, die vor gut 20 Jahre von Verwaltungsbezirken ersetzt wurde (hört sich
fast deutsch an...) Viele schottische Könige und ihr ganzes Umfeld sowie Ikonen
des Christentums prägten diesen Teil Schottlands an der Ostküste oberhalb
Edinburghs. Nicht zuletzt stammt aus der Gegend die erste Erwähnung der
Whiskybrennerei, aber dazu später...
Heute standen ganze 9 Stationen auf dem
Zettel, ich habe davon 5 erledigt und finde, das reicht auch, Urlaub sollte
nicht in Arbeit ausarten. Die erste Station war Loch Leven und Loch Leven
Castle. Der See liegt etwa 20 km von Dunfermline entfernt, relativ nahe an der
Autobahn. Auf einer kleinen Insel des Sees befindet sich das Loch Leven Castle.
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| ...mit dem Boot zur Insel... |
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| Loch Leven Castle...viel schottische Geschichte erlebt... |
Man kommt mit einem Boot dahin, was etwa 10
Minuten dauert, der Preis ist im Eintritt inklusive. Es ist eine der ältesten Burgen Schottlands.
William Wallace und Robert The Bruce waren dort und lenkten die
jahrhundertelangen Scharmützel mit den Engländern. Prominentester Gast (wenn
auch nicht freiwillig) war die schottische Königin Maria Stuart, die etwa ein
Jahr dort gefangen gehalten wurde und 1568 mit ihrem Gefängniswärter flüchtete.
Viel erhalten ist außer den Grundmauern nichts mehr, trotzdem ein sehr schöner
Ort, zumal das Wetter heute Vormittag ziemlich klasse war.
Nach 45 min ging es zurück an Land und die
nächste Station war die ganz neue Lindores Abbey Distillery bei Newburgh. Ganz
neu deshalb, weil sie noch gar nicht produziert, die Leute von Forsyth sind
dort noch am ackern und ich denke, in wenigen Tagen geht es da los.
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| Lindores Abbey Distillery... im Visitorcenter... |
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| Lindores Abbey Distillery... Die Brennblasen kurz vorm Debüt |
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Das Visitorcenter ist schon offen, man kann
dort etwas zur Geschichte erfahren, schließlich kam die erste schriftliche
Überlieferung vom Brennen eines uisge beatha (gälisch für Wasser des Lebens,
später wurde das Wort Whisky davon abgeleitet) von einem Mönch namens John Cor
aus der Lindores Abbey, deren Reste sich direkt vis-a-vis zur Brennerei
befinden. Man kann also sagen, der Ort hat eine gewisse Tradition zum Schnapsbrennen.
Ein Cafe und Souvenirshop sind auch bereits offen. ...noch kein Tropfen
destilliert, aber schon 20 Shirts, Taschen, Schnickschnack etc... der ganze
Laden ist voll... zum kaufen...zzzzz.....
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| Falkland - Schloß und Garten |
Die nächste Station war das Schloß Falkland, knapp 30 min entfernt. Als
ich dort ankam, hatte ich Mühe einen Parkplatz zu finden, so voll war das da,
Reisebusse inklusive. Mehr oder weniger aus Versehen, hab ich mich mit einer
französischen Reisegruppe auf das Gelände geschmuggelt, das bemerkte ich erst
beim rausgehen, als ich einen Ticketschalter sah... Nun gut, ich war eh nur
kurz im Garten für ein paar Fotos, das war mir zu überlaufen, also ging es dann
Richtung St. Andrews zur ebenfalls neuen, aber bereits produzierenden Eden Mill
Distillery & Brewery. Diese befindet sich in einem ehemaligen
Industriekomplex im St. Andrews Vorort Eden.
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| ...unspektakulär : Edenmill Distillery & Brewery |
Eine Whiskytour hätte mich fast 2
Stunden Wartezeit gekostet, also ließ ich das bleiben , drehte eine Runde im
Shop und fuhr weiter zur nächsten neuen Distillery, nämlich Kingsbarns. Auf dem
Weg dorthin kam ich durch St. Andrews, was für heute auch auf dem Zettel stand.
Da das Wetter aber bereits wieder auf Regen geschaltet hatte, verwarf ich einen
Stopp dort und überlege morgen mit dem Bus hinzufahren. Kingsbarnes ist ein
Dorf etwa 10 km von St.A. entfernt, alles dreht sich in der Gegend um Golf, etwa
3 km vom Dorf entfernt liegt dann die Kingsbarns Distillery.
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| Das erste abgefüllte Faß mit Kingsbarns (pre-)Whisky |
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| Kingsbarns Distillery. Das Wetter war mittlerweile im A... |
Auf den Überresten
eines landwirtschaftlichen Gebäudekomplexes aus dem 19. Jahrhunderts baute der
unabhängige Abfüller Wemyss eine neue Distillery, vor allem um als independent
Bottler etwas zum tauschen zu haben. 2015 wurde das erste Faß abgefüllt und
nächstes Jahr kann der erste Whisky gebottled werden (kann..., nicht muß). Im
Bistro von Kingsbarns konnte ich noch
eine leckere Suppe essen, bevor ich eine Privatführung bekam, allerdings nicht ob
meiner Prominenz, sondern weil grad niemand anderes da war. Zu zweit kann man
das ja etwas individueller gestalten, so outete ich mich gleich als nicht ganz
Unbefleckter was Whisky angeht und David, der Guide fragte mich hier und da ab,
ob ich wirklich Ahnung habe..., hatte ich, manchmal stotterte nur die englische
Sprache ein wenig... Leider durfte ich trotz Handshake mit dem
Produktionsleiter und all der Intimität der Führung nicht mal ein Foto in dem
Produktionsraum machen (...ja, es ist alles auf kleinstem Raum). Da nicht mal
mehr produziert wurde, für mich eine Enttäuschung, die völlig albern ist, aber
selbstverständlich akzeptiere ich die Vorschriften im Hause Kingsbarns. Eine
kleine Flasche New Spirit darf den Weg in die Heimat antreten. Es ist am 4. Tag
die erste Flasche... Rekord... Dann ging es durch reichlich Regen zurück nach
Dunfermline. Das WLAN geht noch immer nicht, zum senden muß ich eine Etage
tiefer... hmmm... egal. Danach gab es noch Burger und Bier im 7 Kings, einer
Riesenkneipe im Stil von Wetherspoon, nur jünger, inklusive einer
Geräuschkulisse wie auf dem Frankfurter Flughafen. Noch ein Guinness im Old
Inn, dann reicht es jetzt auch. Morgen... ist der einzige Tag, der noch nicht
verplant ist. Es soll regnen und ich überlege, ob ich mit dem Bus (Busbahnhof =
50 m) nach St. Andrews oder Edinburgh fahre, beides Ziele bei denen das Auto
zum Ballast werden könnte. Vielleicht mache ich aber auch etwas anderes, lasst
euch überraschen...
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