Die Dunfries Villa ist ohne Wenn und Aber zu
empfehlen, das sei an dieser Stelle nochmal ausdrücklich erwähnt, zumal 30 £
dafür schon fast geschenkt ist. Als erstes ging es zu einer wunderschön
gelegenen Wasserburg, dem Caerlaverock Castle, etwa 10 min von Dumfries
entfernt.
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| Caerlaverock Castle ... Der einzige Zugang... |
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| Caerlaverock Castle von hinten |
Die Burg ist dreieckig, hat zwei mächtige Türme neben dem einzigen
Zugang und konnte dadurch sehr schwer eingenommen werden. Da es jedoch keinen
Geheimgang oder ähnliches gab, konnten die Belagerten ausgehungert werden. Viel
übrig außer Gemäuer ist auch hier nicht, aber auch top-gepflegt von Historic
Scotland. Die nächste Station war die Sweetheart Abbey, etwa 8 km Luftlinie
entfernt, trotzdem dauert es etwa eine halbe Stunde mit dem Auto, weil man
zurück über Dumfries fahren muß. Die Abtei hat ihren Namen nach dem
einbalsamierten Herz des verstorbenen Ehemannes der Klostergründerin und
Mäzenin Lady Devorguilla. Beide (Lady und Gattenherz) sind in der Kirche
begraben. Von dem um 1270 entstandenen Bau sind wie bei den vielen anderen
besuchten Ruinen nur noch Mauerreste erhalten.
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| Sweetheart Abbey - Blick dahin, wo mal ein Altar stand... bis vor gut 500 Jahren... |
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| New Abbey Corn Mill... ausnahmsweise keine Malzmühle... |
Im gleichen Dorf, es heißt New
Abbey habe ich im Anschluß noch eine historische Wassermühle besucht, die als
Museum besichtigt werden kann aber auch noch voll funktionstüchtig ist. Eher
spontan wurde ich noch auf eine Burg aufmerksam, die quasi auf dem Weg lag :
Threave Castle. Auch die Reste dieser einst stolzen Anlage stehen im Wasser
jedoch nicht wie bei Caerlaverock von einem Graben umgeben, sondern auf einer
Insel. Auf diese kommt man, indem man eine Glocke läutet und dann mit einem
Boot abgeholt wird. Wenn man dann davor steht... ein ganz schöner Koloss... 5
Etagen hatte die Burg, die Heimat der Familie Douglas war, welche im 15. Jh vom
schottischen König Jakob II. entmachtet wurde.
Einige Belagerungen überstand die Burg, die entscheidende wurde aber,
und da hilft auch die mächtigste Architektur nichts, mit Schmiergeld
aufgegeben.
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| ...don't pay the ferryman... ist im Eintritt inbegriffen : Threave Castle |
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| ...mal etwas Kitsch versucht, bleibt ausbaufähig... |
Nächste Station war eine kurze Stippvisite bei der Bladnoch Distillery. Das dort gerade
gebaut wird wußte ich, wollte aber trotzdem mal vorbeischauen. Der abgesperrte
Parkplatz mit großen Schildern mit „Shop Closed“ und „No Visitors“ war schnell
klar, das es kein kleines ungeplantes Intermezzo geben würde, also ein paar
Bilder gemacht und weiter zur heutigen Residenzstadt Stranraer.
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| Bladnoch... River and closed Distillery... |
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| Blick aus dem Fenster meiner Unterkunft - Stranraer Hafen |
Hier bin ich im
Neptuns Rest Guesthouse untergekommen und mit dem bin ich zufrieden. Das
Einzelzimmer ist zwar mit ca. 4qm mit Dachschräge nicht gerade partytauglich,
aber es hat alles was ich brauche.
Abends wollte ich noch ein paar Pints zu mir nehmen, musste allerdings
feststellen, das dieses gar nicht so einfach ist, da (vielleicht liegt es am
Montag) kaum etwas auf hatte. Das Commercial Inn, etwa 5 Häuser weiter kam mir
schon wegen seiner undurchsichtigen Fenster nicht ganz koscher vor, als aber
nichts mehr anderes übrig blieb und der Durst alle Bedenken von sich wies...
ging ich rein... bei uns in Berlin Wedding und Gesundbrunnen heißen solche
Lokale „Beim Dicken“, „Zum Magendoktor“ oder „Zum Bierdeckel“... Mehr als zwei
zügige Guinness mochte ich da nicht bleiben und somit schreibe ich jetzt,
begleitet von einem schönen Port Charlotte im Glas, diesen Bericht. Morgen sind
wieder einige Kilometer zu schrubben... Es geht von den Lowlands zurück in die
Highlands. Sollte ich wohlbehalten ankommen, kommen die nächsten beiden
Berichte aus Stirling. ...bis dahin... vielen Dank auch für die netten
Kommentare von euch...
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